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27.05.2010
Informationen über Wartung und Unterhalt von Batterieanlagen
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1. „verschlossen oder gasdicht“?
Der von verschiedenen Anbietern verwendete Ausdruck „gasdicht“ ist für die üblicherweise in USV- Anlagen verwendeten Batterien nicht zutreffend.
Diese Batterien können zwar in verschiedenen Lagen aufgestellt und betrieben werden und im Normalfall werden auch nie Gase in kritischen Mengen auftreten.
Trotz Rekombinationseinrichtung sind diese Batterien jedoch mit Sicherheitsventilen ausgerüstet, damit die bei Überladung (nicht Überlast) entstehenden Gase dennoch austreten können.
Die Aufstellung in Computerraum ist unter Berücksichtigung der Normen und gesetzlichen Grundlagen ohne weitere Vorkehrung möglich, eine Aufstellung in einem gasdichten verschlossenem Schrank (Ex- Schrank) ist hingegen nicht erlaubt !
2. Lebenserwartung und Garantie
Je nach gewähltem Typ beträgt die Lebenserwartung Ihrer Batterieanlage 5-9 oder 10-15 Jahre.
Es sei hier festgehalten, dass es sich dabei um einen unter optimalen Umständen erreichbaren Wert handelt und nicht um eine Garantie !
Optimale Umstände für die Batterieanlage heisst:
Umgebungstemperatur < 25 Grad C.
Höhere Temperaturen reduzieren die Lebenserwartung der Batterie drastisch. Setzen sie sich unverzüglich mit unserem Technischen Dienst für Ihre USV- Anlage in Verbindung, wenn diese Werte während längerer Zeit (Monate) überschritten werden.
Lebenserwartung 5-9 Jahre ( Mittelwert 7 Jahre)
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Problem klar auf:
Umgebungstemperatur Lebenserwartung
20 Grad ca. 9 Jahre
25 Grad ca. 5,0 – 5,5 Jahre
30 Grad ca. 3,5 – 4,0 Jahre
35 Grad ca. 2,6 – 3,0 Jahre
40 Grad ca. 1,75 – 2,0 Jahre
Achten Sie insbesondere darauf, dass die Lüftungsschlitze der Anlage immer frei sind. |
3. „Wartung“ der Batterieanlage
Um es gleich vorweg zu nehmen:
Wartungsfrei heisst nicht kontrollfrei.
Das Wartungsfrei bei der Bezeichnung bezieht sich auf die Tatsache, dass bei diesen Batterie weder Wasser nachgefüllt noch der Säuregehalt geprüft werden muss.
Was die Anlage jedoch braucht ist eine regelmässige Kontrolle der Funktion.
Die beste Möglichkeit, eine Batterieanlage mit verschlossenen Batterien zu prüfen:
Indem man Sie unter Last setzt!
Das heisst, dass sie mindestens einmal jährlich (besser zweimal) einen Netzausfall „produzieren“ (beachten Sie die Bedienungsanleitung), damit die Batterien wirklich eine Leistungsabgabe von mehreren Minuten erbringen müssen.
Obwohl die Lebensdauer der Batterie auch von der Anzahl der Entladezyklen abhängig ist, werden sie diese selbst bei einer monatlichen Testperiode nicht reduzieren (viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang der jeweilige Engergieverschleiss).
Eine drastische Verkürzung der Autonomiezeit bei gleicher Last (die Zeit zwischen „Netzausfall“ und dem akustischen Signal „Batterie low“) deutet auf eine Verschlechterung einer oder mehrerer Batterien hin.
Ein Warnzeichen ist, wenn die Autonomiezeit (bei gleicher Belastung) um mehr als 20% reduziert ist.
Wenn Sie einen Wartungsvertrag für USV- Anlagen abschließen, wird dieser Test vom Service-Techniker durchgeführt.
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4. Tiefentladung der Batterien
Absolut katastrophal für eine Batterie kann eine Tiefentladung sein.
Die USV- Anlagen schützen die Batterien, indem beim Batteriebetrieb der Wechselrichter automatisch beim Erreichen einer definierten Minimalspannung abgeschaltet wird.
Nach diesem Zeitpunkt wird von den Batterien nur noch ein Teil der Elektronik mit Energie versorgt, damit die Anlage nach dem Wiedereinschalten der Netzversorgung automatisch aufstarten kann.
Wenn nun die Netzversorgung während Stunden oder Tagen ausbleibt, kann dies zu einer Tiefentladung der Batterien führen.
Eine Tiefentladung kann die Batterie entweder endgültig zerstören oder es braucht eine relative große Energiemenge, um die Batterie wieder zu aktivieren.
Da diese Situation vom Hersteller nicht kontrollierbar ist, wird eine Tiefentladung der Batterie in der Regel nicht durch die Garantie gedeckt.
5. Alarmierung sicherstellen
Ach wenn die USV- Anlage nach dem Motto „Installieren und vergessen“ betrieben und demzufolge irgendwo im Keller installiert wird, kann immer eine (evtl. auch durch Dritte) verursachte Störung oder Veränderung der Umgebungsbedingungen auftreten.
Sorgen Sie dafür, dass die USV- Anlage mit dem entsprechenden Signalisierungseinrichtungen versehen ist und gegebenenfalls auch die Umgebungsüberwachung (Temperatursensor) dauernd sichergestellt ist, damit rechtzeitig gehandelt werden kann (Wochenende, Betriebsferien!).
Kurz und bündig:
Kontrollieren Sie die Batterie regelmässig unter Last,
sorgen Sie für die richtige Temperatur,
verhindern Sie eine Tiefentladung,
lassen Sie Ihre Anlage jährlich durch unsren Service warten,
dann brauchen Sie vor dem nächsten Stromausfall keine Bange zu haben. |
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